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Zentrum der Nachhaltigkeit – Für eine bessere Welt

Was hat die Titanic mit dem Klimawandel zu tun?

Vor einigen Tagen habe ich in einer Facebook-Gruppe zum Thema Nachhaltigkeit einen interessanten Beitrag von Melanie Tönnis gelesen. In diesem Beitrag zog sie eindrucksvoll Parallelen zwischen unserer heutigen weltweiten Situation in Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Situation auf der Titanic kurz vor deren Untergang. Auf meine Nachfrage war Melanie so nett, sowohl ihren Text als auch das dazugehörige Foto für ZenDeNa bereitzustellen. Vielen Dank, Melanie!

Melanie engagiert sich schon länger für Nachhaltigkeit. Ihr Herzensprojekt ist ein kostenloser Verleih von Mehrweg-Party-Geschirr in ihrer Heimatstadt Hann. Münden.

Doch nun zum angekündigten Text aus der Feder von Melanie Tönnis.

Panik auf der Titanic

Heute haben ich mich hier durch einen Kommentar bei einigen ein bisschen unbeliebt gemacht. Da kommt vllt. die Frage auf: Warum textet die Gutste so bissig/böse/intolerant? Ich muss es mal so sagen: Ich bin echt ne ganz nette, hochengagierte, aber mittlerweile auch dünnhäutige Möchtegern-Weltretterin.

Um mich zu erklären, hier ein Gedanke, der mir häufig durch den Kopf geht. Ein Bild, ein Vergleich für unsere Situation:

Die Erde ist die Titanic. Wider besseren Wissens mit Volldampf unterwegs ins Unglück. Tja, und mitten in der Nacht, als wir alle friedlich geschlafen haben und uns in sicheren Händen dachten, da hat es gerumpelt und geknirscht.

Der Vorfall wird heruntergespielt, erst einmal intern besprochen, keiner der Verantwortlichen sagt ehrlich was los ist.(Unser derzeitiger Stand hier auf der Erde).

Wir Passagiere lassen uns gerne beruhigen und ablenken. Wer will schon gerne hören, dass das Schiff möglicherweise sinkt? Viel zu spät werden viel zu wenige Maßnahmen ergriffen und das Chaos bricht aus, bringt noch mehr Schwierigkeiten und Probleme mit sich. (Unsere nicht all zu ferne Zukunft). Die Passagiere der ersten Klasse (Wir Bewohner der ersten Welt) haben vllt. noch Glück im Unglück, manch einer schafft es ins Rettungsboot.(in einer kleinen Nussschale ohne das Nötigste mitten im kalten Atlantik…) Was ist aber währenddessen mit der zweiten und dritten Klasse? Die haben sehr viel schlechtere Chancen sich zu retten, ihre Rettungsversuche werden sogar unterbunden und verhindert.

Die Welt ist ungerecht, auf der Titanic und in echt. Und je schwerer es wird, auf der Erde zu (über)leben, desto ungerechter wird es werden. Mit solchen Gedanken im Kopf, fällt es mir schwer in Jubel auszubrechen, wenn Plastikstrohhalme, gegen gläserne ausgetauscht werden. Es gibt Tage, da schmunzel ich das weg, aber immer öfter schüttel ich mit dem Kopf oder haue in kurz mal auf die Tischkante.

Ja , jeder hat mal klein angefangen mit dem Thema Nachhaltigkeit und auch bei mir ist noch richtig viel Luft nach oben, aber dieses Verharren im Kleinklein kann doch nicht die Lösung sein. Selbige habe ich auch nicht anzubieten. Ich kann die Titanic auch nicht schweißen, aber ich weiß, dass viel mehr viel schneller passieren muss. Natürlich hat auch nicht jeder Passagier der ersten Klasse hier das gleiche Gefühl von Panik wie ich, aber ne Prise könnte echt nicht schaden. Und wenn zu guter Letzt meine Version der Titanic-Geschichte gut ausgeht, weil ein total abgefahrenes U-Boot aus dem Nirgendwo ankommt und den Rumpf repariert, dann haben wir im schlimmsten Fall weniger (Unsinn) konsumiert, uns mehr engagiert und uns menschlich weiter entwickelt.

Herzlichst Melanie

Über den Autor des Beitrages: Anja

Viele Ereignisse in meiner Vergangenheit haben nach und nach dazu geführt, dass ich mich immer mehr für Nachhaltigkeit interessiert habe. Dieses Interesse spiegelt sich in diesem Blog wieder. Hier schreibe ich über das, was mich beschäftigt. Und nein, ich bin weder perfekt noch die absolute Expertin. Ich mache mir einfach nur Gedanken über unsere Zukunft und möchte diese Gedanken mit euch teilen. Denn unsere Zukunft geht uns alle an.

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